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RAUS AUS ÖL - e5-GEMEINDE SCHWOICH GEHT MIT GUTEM BEISPIEL VORAN

e5-Gemeinde Schwoich präsentiert Heizungscheck-Ergebnisse.

In der e5-Gemeinde Schwoich werden Klima und Konto geschont.

Läuft meine Heizung noch rund? Der technische Zustand älterer Heizanlagen ist ein beträchtlicher Kosten- und Klimafaktor – so liegt das Einsparpotenzial bei einer 20-jährigen Anlage zwischen 10 und 40 Prozent. Mit dem im Frühling in der e5-Gemeinde Schwoich gestarteten und vom Land Tirol geförderten Heizungs-Check initiiert Energie Tirol eine weitere Maßnahme für Tirols enkeltaugliche Energiezukunft.

„Jede einzelne Wärmepumpen- und Biomasseheizung bringt uns ein Stück näher an TIROL 2050 energieautonom“, weiß DI Bruno Oberhuber, Geschäftsführer von Energie Tirol. „Da aber nicht jede Heizanlage sofort getauscht werden kann, müssen wir jene, die derzeit noch fossil betrieben werden optimieren.“ Der Energie Tirol Heizungs-Check widmet sich also Haushalten mit Gas-, Öl- und älteren Biomasseheizungen, um deren Emissionen zu minimieren. „Wenn es im Zuge des Heizungs-Checks sinnvoll erscheint, beraten wir auch hingehend einem Austausch der Altanlage“, so Oberhuber weiter.

Die Gemeinde Schwoich war von der Kooperation im Rahmen des Heizungs-Checks sofort angetan. „Als e5-Gemeinde liegt uns das Thema Klimaschutz und Luftreinhaltung natürlich besonders am Herzen“, so Bürgermeister Josef Dillersberger. Dies zeigt sich schon in dem großen Engagement im Bereich der Kommunalgebäude, welche mittlerweile alle mit erneuerbaren Energien betrieben werden. „Für unsere BürgerInnen möchten wir ebenso alle Weichen stellen, damit die Energiewende auch im privaten Bereich weiter voranschreiten kann.“ So wurde von der Gemeinde vor Kurzem auch eine Förderung von 500 € für die ersten zehn Haushalte beschlossen, die ihre Ölheizung mit einer Wärmepumpe oder Biomasseheizung tauschen.

In einer Stunde zur Diagnose der eigenen Heizung
Der von klimaaktiv entwickelte Heizungs-Check besteht aus einer etwa einstündigen Vor-Ort-Bestandsaufnahme. Alle technischen Komponenten der Wärmeerzeugung, ebenso wie Heizlast und weitere Verbrauchsdaten werden überprüft, aber auch der Zustand des Gebäudes und mögliche Baumängel fließen in die Beurteilung ein. In einem Prüfungsprotokoll erhalten die Haushalte anschließend eine fundierte Grundlage für Optimierungen und etwaige Sanierungsentscheidungen.

Als zentrale Stellschraube präsentiert sich dabei besonders oft die Größe des Heizkessels: „Bei älteren Ölkesseln war lange eine Überdimensionierung üblich – oft um das Zwei- bis Dreifache. Dies erhöht jedoch den Schadstoffausstoß und die Energiekosten. Beim Kesseltausch raten wir daher unbedingt zu einer Neudimensionierung nach heutigem Stand der Technik“, so die Energieberaterin Mag.a Brigitte Tassenbacher, MSc, welche die Checks für Energie Tirol durchführt. „Daneben ist auch die Heizungspumpe ein Bilderbuchbeispiel dafür, wie sich Investitionen in technische Neuerungen definitiv rechnen. Moderne Heizungspumpen senken den Stromverbrauch um bis zu zwei Drittel im Vergleich zu ihren Vorgängern aus den 80er-Jahren.“ Und schließlich können auch mit einfachen Mitteln wie der Leitungsdämmung große Effekte erzielt werden. „Wir wissen etwa, dass pro ungedämmtem Leitungsmeter am Ende des Jahres rund 5€ mehr auf der Heizkostenrechnung zu erwarten sind.“

Familie Pöll aus Schwoich ist dank dem Heizungs-Check raus aus dem Öl
In Schwoich haben bereits 39 Haushalte am „Heizungs-Check“ teilgenommen – 33 davon mit Ölheizungen. So auch Hannes Pöll: „Wir wollten schon länger raus aus dem Öl und unabhängig sein, aber lange war nicht klar, wie wir die Sache angehen sollen.“ Als ihn sein Vater auf den Heizungs-Check aufmerksam machte, kam das Ganze schließlich ins Rollen: „Dabei wurde uns von Energie Tirol und damit von ganz produktneutraler Stelle erklärt, dass eine Kombi aus Solar und Pellets für unser Haus den größten Mehrwert hätte.“ Mit den nötigen Infos in der Hand konnte sich Familie Pöll auf Anbietersuche machen. „Unser ausführender Installateur hat uns die Empfehlung von Energie Tirol noch einmal bestätigt und wir hatten von beiden Seiten Gewissheit, dass wir mit einem Umstieg auf Solar und Pellets die richtige Entscheidung treffen“, resümiert Pöll.
Der Erfolg der Initiative bestätigt Energie Tirol darin, das Projekt weiterzuverfolgen. „In Schwoich konnten wir genau die gewünschte Zielgruppe erreichen. Dies bekräftigt uns, den Heizungs-Check in den nächsten Monaten fortzusetzen – auch in Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden. Details dazu folgen im Herbst“, kündigt Oberhuber an.

Raus aus Öl ist weiterhin so günstig wie nie
Dem Umstieg auf erneuerbare Wärme kommt auch die derzeitige Förderlage sehr zu Gute. Im Rahmen der Tiroler Wohnhaussanierung wird der Tausch von alten fossilen Hauptheizungen (Öl, Gas und Kohle) hin zu umweltfreundlichen Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Fernwärme gefördert. Die Rechnung ist dabei schlicht und einfach: Das Land Tirol gibt einen Zuschuss von 25 Prozent der förderbaren Kosten, während der Bund, dank kürzlich Aufstockung der Fördermittel, weiterhin mit 30 Prozent bzw. maximal 5000 € fördert. Zusätzlich fördern auch noch einige Gemeinden den Heizungstausch mit nicht unwesentlichen Beträgen – wie etwa die Gemeinde Schwoich, die noch einmal mit 500€ beim Umstieg unterstützt.

Rechenbeispiel

> Tausch hin zu einer Luftwärmepumpe: Kosten 20.000 € Förderung Land Tirol: 25% = 5.000 € Förderung Bund: Maximalbetrag von 5.000 € Damit wird eine Förderquote von 50 % = 10.000 € erreicht + Förderung Gemeinde Schwoich: 500 € = 52,5 %

> Tausch hin zu einer Pelletsheizung: Kosten 23.000 € Förderung Land Tirol: 25% = 5.750 € Förderung Bund: Maximalbetrag von 5.000 € Damit wird eine Förderquote von 47 % = 10.750 € erreicht + Förderung Gemeinde Schwoich: 500 € = 49 %

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